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Endpoint Security für KMU: Schutz, der nicht erst erkennen muss.

Ransomware, Zero-Day-Angriffe und ungepatchte Schwachstellen – eine Einordnung, was moderner Endgeräteschutz leisten muss und welche Lösung ich dafür empfehle.

Viele mittelständische Unternehmen gehen davon aus, dass sie für Angreifer uninteressant sind. Der BSI-Lagebericht zeichnet ein anderes Bild: Ransomware-Gruppen zielen inzwischen bevorzugt auf kleinere Unternehmen – nicht weil dort mehr zu holen wäre, sondern weil der Schutz oft schwächer ist.

Der zweite verbreitete Irrtum betrifft die eigene Vorsicht. „Wir klicken nichts Verdächtiges an“ war vor zehn Jahren ein wirksamer Schutz. Heute laufen Angriffe über manipulierte Updates legitimer Software, über Schwachstellen in Programmen, die seit Jahren im Einsatz sind, und über Techniken, bei denen gar kein fremdes Programm ausgeführt wird.

Genau hier stößt klassischer Virenschutz an seine Grenze: Er vergleicht mit dem, was bekannt ist. Was neu ist, kennt er nicht.

Diese Seite ordnet ein, was moderner Endgeräteschutz leisten muss – und warum ich beim Thema Endpoint Security eine klare Empfehlung ausspreche, statt Optionen aufzuzählen.

Warum klassischer Virenschutz heute nicht mehr ausreicht

In Gesprächen mit Geschäftsführern begegnen mir immer wieder dieselben fünf Sätze. Keiner davon ist unvernünftig – sie stammen aus einer Zeit, in der sie zutrafen.

„Wir haben doch einen Virenscanner."

Klassischer Virenschutz arbeitet mit Signaturen: Er vergleicht Dateien mit einer Liste bekannter Schadsoftware. Das funktioniert zuverlässig – bei allem, was bereits bekannt ist.

Bei einem Zero-Day-Angriff existiert diese Signatur noch nicht. Der Scanner sieht eine unbekannte Datei und lässt sie zu.

„Unsere Mitarbeitenden klicken nichts Verdächtiges an."

Sensibilisierung ist wichtig und wirkt. Aber moderne Angriffe verlangen oft gar keinen Fehlklick: Sie laufen über Schwachstellen in Programmen, die ohnehin installiert sind, oder über manipulierte Updates legitimer Software.

Der Schutz muss greifen, bevor jemand entscheiden muss – nicht erst danach.

„Updates machen wir regelmäßig."

Windows-Updates laufen in den meisten Unternehmen automatisch. Die Lücke entsteht bei allem anderen: Browser, PDF-Programme, Java, Archivprogramme, Branchensoftware. Angreifer nutzen bevorzugt Schwachstellen, für die es längst einen Patch gibt.

Entscheidend ist nicht, ob gepatcht wird, sondern ob jemand den Überblick hat, was noch offen ist.

„Unsere Daten liegen ohnehin auf dem Server."

Auf Notebooks entstehen täglich Daten, die nie zentral abgelegt werden – Kalkulationen, Entwürfe, Kundenlisten, lokale Projektordner. Geht ein Gerät verloren oder wird gestohlen, sind diese Daten ohne Verschlüsselung frei zugänglich.

Ein verlorenes Notebook ohne Festplattenverschlüsselung ist zugleich ein meldepflichtiger Datenschutzvorfall.

„Uns trifft es schon nicht."

Laut BSI-Lagebericht haben Ransomware-Gruppen ihre Taktik geändert: Statt weniger großer Ziele nehmen sie die Masse schwächer geschützter kleinerer Unternehmen ins Visier, mit geringerem Aufwand und niedrigeren Forderungen.

Die Frage ist nicht mehr, ob ein Unternehmen interessant genug ist. Sondern ob es leicht genug ist.

Diese fünf Punkte haben eines gemeinsam: Sie beschreiben Schutz, der auf Wissen beruht – auf bekannten Signaturen, auf aufmerksamen Mitarbeitenden, auf einem gepflegten Überblick.

Moderner Endgeräteschutz setzt an einer anderen Stelle an. Er fragt nicht, ob etwas als schädlich bekannt ist, sondern ob es als vertrauenswürdig bestätigt wurde.

Was Zero Trust beim Endgeräteschutz bedeutet

Der Begriff klingt nach einer Haltung, ist aber eine technische Regel – und sie lässt sich in einem Satz erklären.

Definition

Zero Trust bedeutet beim Endgeräteschutz, dass kein Programm ausgeführt wird, solange es nicht als vertrauenswürdig eingestuft ist. Nicht das Schädliche wird blockiert, sondern das Unbekannte – bis geklärt ist, worum es sich handelt.

Klassischer Virenschutz arbeitet umgekehrt: Er erlaubt alles, was nicht als schädlich auffällt.

Der Unterschied entscheidet bei allem, was neu ist. Was noch niemand kennt, fällt auch nicht als schädlich auf.

Zwei Fragen, zwei Ergebnisse

Klassischer Virenschutz

„Fällt dieses Programm als schädlich auf?"

  • Prüft Dateien gegen bekannte Schadsoftware und auffälliges Verhalten
  • Erlaubt alles, was dabei nicht auffällt
  • Schützt zuverlässig vor allem Bekannten
  • Erkennt neue Angriffsmuster erst, wenn sie analysiert und aufgenommen wurden
  • Stößt an Grenzen, wenn Angreifer Bordmittel des Betriebssystems missbrauchen

Zero-Trust-Ansatz

„Ist dieses Programm als vertrauenswürdig bestätigt?"

  • Führt nur aus, was klassifiziert und freigegeben ist
  • Blockiert Unbekanntes, bis die Einstufung vorliegt
  • Schützt damit auch vor Angriffen, die noch niemand kennt
  • Beobachtet zusätzlich das Verhalten laufender Prozesse
  • Erkennt, wenn eine vertrauenswürdige Anwendung kompromittiert wurde

Der Zero-Trust-Ansatz hat eine Kehrseite: Er ist strenger. Eine neu installierte Fachanwendung kann kurz blockiert werden, bis sie klassifiziert ist. In der Praxis geschieht das meist innerhalb von Minuten und automatisch – aber es ist ein Unterschied, den man kennen sollte.

Die Abwägung fällt trotzdem klar aus: Ein kurzer Moment Wartezeit bei neuer Software steht gegen den Schutz vor Angriffen, die noch niemand kennt.

Endgeräteschutz im Video erklärt:
vom Erkennen zum Freigeben

Was das für den Alltag bedeutet, erkläre ich in gut anderthalb Minuten.

Transkript des Videos lesen

Die meisten mittelständischen Unternehmen, mit denen ich spreche, haben einen Virenscanner. Und die meisten gehen davon aus, dass sie damit ausreichend geschützt sind.

Das war lange richtig. Ein Virenscanner vergleicht Dateien mit einer Liste bekannter Schadsoftware. Solange Angriffe mit bekannten Programmen liefen, hat das funktioniert.

Heute laufen Angriffe anders. Über Schwachstellen in Software, die ohnehin installiert ist. Über manipulierte Updates. Über Techniken, bei denen gar kein fremdes Programm ausgeführt wird, sondern Bordmittel des Betriebssystems missbraucht werden.

In all diesen Fällen sieht ein klassischer Scanner nichts Auffälliges. Nicht weil er schlecht wäre – sondern weil es nichts zu erkennen gibt, das auf seiner Liste steht.

Deshalb hat sich der Ansatz gedreht. Moderne Lösungen fragen nicht mehr: Ist dieses Programm als schädlich bekannt? Sondern: Ist es als vertrauenswürdig bestätigt? Alles, was nicht bestätigt ist, wird gar nicht erst ausgeführt.

Das klingt streng, und das ist es auch. Aber es ist der einzige Ansatz, der auch gegen etwas schützt, das gestern noch niemand kannte.

Welche Lösung das für Ihr Unternehmen bedeutet und was sie kostet, ordnen wir in einem kurzen Gespräch ein. Fünfzehn Minuten, ohne Vorbereitung. Ich freue mich auf Ihre Nachricht.

Was ich beschreibe, ist kein Einzelfall. Es ist das Muster, das sich in den meisten KMU wiederholt – unabhängig von Branche, Größe oder eingesetzter Schutzsoftware.

Endpoint Security in drei Bausteinen: Schutz, Patches, Verschlüsselung

Endgeräteschutz besteht aus drei Aufgaben, die oft getrennt betrachtet werden: die Abwehr von Angriffen, das Schließen bekannter Schwachstellen und der Schutz der Geräte selbst.

Ich empfehle diese drei Bausteine gemeinsam, weil jeder eine Lücke schließt, die die anderen offen lassen.

Der Kern

WatchGuard Endpoint Security 360

Setzt den Zero-Trust-Ansatz um: Unbekannte Anwendungen werden blockiert, bis sie klassifiziert sind. Zusätzlich wird das Verhalten laufender Prozesse fortlaufend beobachtet.

  • Blockiert Anwendungen, die nicht als vertrauenswürdig eingestuft sind
  • Erkennt, wenn eine bereits vertrauenswürdige Anwendung kompromittiert wurde
  • Schützt vor dateilosen Angriffen und dem Missbrauch von Systemwerkzeugen
  • Verhindert die Ausbreitung im Netzwerk, wenn ein Gerät betroffen ist
  • Isoliert betroffene Geräte automatisch – auch aus der Ferne
  • Ordnet Vorfälle dem MITRE-ATT&CK-Rahmenwerk zu und liefert eine Ursachenanalyse

Der Unterschied zum klassischen Scanner: Es muss nichts erkannt werden, um zu schützen.


Die Schwachstellen

WatchGuard Patch Management

Schließt die Lücke, die in fast jedem Unternehmen offen ist: Updates für Programme jenseits von Windows – Browser, PDF-Reader, Archivprogramme, Branchensoftware.

  • Zeigt fehlende Updates und veraltete Software über alle Geräte hinweg
  • Weist Schwachstellen konkreten CVE-Einträgen zu und priorisiert nach Schweregrad
  • Spielt Updates automatisch nach Zeitplan ein – auch außerhalb der Arbeitszeit
  • Testet Updates zuerst auf ausgewählten Geräten, bevor sie in den Betrieb gehen
  • Erkennt Software, für die es keine Updates mehr gibt
  • Macht Updates rückgängig, wenn sie Probleme verursachen

Angreifer nutzen bevorzugt Schwachstellen, für die es längst einen Patch gibt. Genau die schließt dieser Baustein.


Die Geräte selbst

WatchGuard Full Encryption

Verschlüsselt die Festplatten von Notebooks, Arbeitsplatzrechnern und Servern. Geht ein Gerät verloren, sind die Daten darauf nicht zugänglich.

  • Nutzt BitLocker unter Windows und FileVault unter macOS – keine zusätzliche Software
  • Verwaltet die Wiederherstellungsschlüssel zentral, nicht auf Zetteln oder in Postfächern
  • Verschlüsselt auf Wunsch auch USB-Sticks und externe Datenträger unter Windows
  • Prüft die Identität vor dem Start des Betriebssystems
  • Zeigt jederzeit, welche Geräte verschlüsselt sind und welche nicht
  • Dokumentiert den Verschlüsselungsstand für Nachweise gegenüber Prüfern

Ein verschlüsseltes Notebook, das verloren geht, ist ein Sachschaden. Ein unverschlüsseltes ist ein meldepflichtiger Datenschutzvorfall.

Der erste Baustein ist die Grundlage. Ob Patch Management und Verschlüsselung von Anfang an dazugehören, hängt von Ihrer Ausgangslage ab – bei vielen Kunden sind sie es, bei manchen kommen sie später.

Endpoint Security und Datensouveränität: Warum ich hier einen US-Anbieter empfehle

Auf meinen anderen Seiten empfehle ich konsequent europäische Lösungen. Bei Dateiablage, E-Mail, Office und Passwortverwaltung gibt es Anbieter, die unter europäischem Recht arbeiten und ihre Aufgabe gleichwertig erfüllen. Beim Endgeräteschutz ist das anders.

Der Grund ist einfach: Ich kenne derzeit keine europäische Lösung, die diesen Zero-Trust-Ansatz gleichwertig umsetzt.

Die technologische Grundlage geht auf Panda Security aus Spanien zurück. WatchGuard hat Panda Security 2020 übernommen und die Endpoint-Security-Lösung weitergeführt.

Die Abwägung im Überblick

Was dafür spricht

  • Zero-Trust-Ansatz, der Unbekanntes blockiert, statt Bekanntes zu erkennen
  • Technologische Grundlage geht auf Panda Security aus Spanien zurück
  • Schutz auch vor Angriffen, die noch nicht bekannt sind
  • Drei Bausteine aus einer Verwaltungsoberfläche

Was dagegen spricht

  • WatchGuard ist ein US-amerikanisches Unternehmen
  • Die Verwaltung läuft über die WatchGuard Cloud
  • Als US-Unternehmen unterliegt WatchGuard auch einem außereuropäischen Rechtsrahmen
  • Verarbeitet werden vor allem Sicherheits- und Gerätedaten, nicht Dateiinhalte

Das ist eine bewusste Abwägung. Beim Schutz vor Ransomware wiegt für mich die Wirksamkeit schwerer als die Herkunft des Anbieters. Ein Schutz, der einen Angriff nicht verhindert, hilft Ihrem Unternehmen im Ernstfall wenig – unabhängig davon, wo der Anbieter sitzt.

Was das praktisch bedeutet, gehört zur Abwägung dazu: Die Verwaltung läuft über die WatchGuard Cloud, und WatchGuard unterliegt als US-Unternehmen auch einem außereuropäischen Rechtsrahmen.

Im üblichen Endpoint-Security-Betrieb geht es vor allem um Sicherheits- und Gerätedaten – etwa Geräteinformationen, Prozesse, erkannte Bedrohungen und blockierte Anwendungen. Inhalte von Dateien oder E-Mails stehen nicht im Mittelpunkt dieser Schutzlogik. Welche Daten konkret verarbeitet werden, hängt jedoch von Lizenz, Modulen und Konfiguration ab.

Sobald ich eine europäische Lösung sehe, die diesen Schutzansatz in vergleichbarer Form abbildet, sage ich Ihnen das. Bis dahin halte ich diese Empfehlung für die richtige – und ich sage Ihnen offen, worauf sie beruht.

Jörg Brauner - Brauner Telecom

Beratung heißt für mich: erst prüfen, dann empfehlen​

Gute Beratung beginnt für mich nicht mit einer Lösung, sondern mit der Frage, ob eine Veränderung überhaupt sinnvoll ist.

Mein Name ist Jörg Brauner. Seit 1998 berate ich kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der Unternehmenskommunikation – nach meiner Ausbildung bei der Deutschen Telekom und mit über 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich.

Eines habe ich in dieser Zeit immer wieder erlebt: Die beste Lösung ist nicht die mit den meisten Funktionen. Es ist die, die im Alltag trägt.

Beim Endgeräteschutz spreche ich eine klarere Empfehlung aus als sonst. Das hat einen sachlichen Grund: Die Bedrohungslage ist für alle Unternehmen gleich, unabhängig von Branche oder Größe. Ransomware fragt nicht, wie viele Mitarbeitende ein Betrieb hat. Wo die Anforderung überall dieselbe ist, wäre es unehrlich, für jedes Unternehmen eine andere Lösung vorzuschlagen.

Unterschiedlich ist der Umfang, nicht der Ansatz. Ob Patch Management und Verschlüsselung von Anfang an dazugehören und wie die Einführung abläuft, hängt sehr wohl von Ihrer Ausgangslage ab. Genau das klären wir vorher.

Seit 1998selbstständig als unabhängiger Berater

Über 25 JahreErfahrung in der Unternehmenskommunikation

Deutsche TelekomAusbildung im Telekommunikationsbereich

Herstellerunabhängigan keinen Anbieter gebunden

Eine ehrliche Einordnung ist mehr wert als ein Wechsel, den Sie nicht brauchen.

Endpoint Security einführen: der Ablauf in drei Schritten

Endgeräteschutz einzuführen klingt nach Projekt. In der Praxis ist es überschaubar, weil die Lösung ohne eigenen Server auskommt und die Installation im Hintergrund läuft.

Mein Ansatz ist derselbe wie bei allen Entscheidungen, die ich mit KMU begleite: erst einordnen, dann testen, dann umsetzen.

1

Erstes Gespräch: 15 Minuten, per Telefon oder Video

Wir schauen gemeinsam, wie Ihre Endgeräte heute geschützt sind: welche Lösung im Einsatz ist, wie viele Arbeitsplätze und Server abgedeckt werden müssen, ob Notebooks im Außendienst dazugehören und welche Branchensoftware im Betrieb läuft.

Kein Vor-Ort-Termin. Keine Vorbereitung. Keine Verpflichtung.

2

Einordnung, Empfehlung und Angebot

Sie erhalten eine klare Einschätzung: Wo bestehen konkrete Lücken? Welche der drei Bausteine sind für Sie von Anfang an sinnvoll? Dazu ein Angebot, das auf Ihre Gerätezahl und Ihren tatsächlichen Bedarf gerechnet ist.

Wenn Ihr heutiger Schutz ausreicht, sage ich Ihnen das – mit Begründung.

3

Einführung und laufende Betreuung

Die Installation läuft im Hintergrund, ohne dass Arbeitsplätze stillstehen. Vorab richte ich die Regeln so ein, dass Ihre Branchensoftware von Anfang an freigegeben ist – damit im Betrieb nichts blockiert wird, was gebraucht wird.

Danach bleibe ich Ihr persönlicher Ansprechpartner – ohne Warteschleifen, ohne wechselnde Kontakte.

Die Einführung ist in der Praxis unkomplizierter, als die meisten Unternehmen erwarten – weil ich den gesamten Prozess begleite und die Regeln vorab an Ihre Abläufe angepasst werden.

FAQ – Ihre Fragen zur Endpoint Protection ehrlich beantwortet

Was ist Endpoint Security?

Endpoint Security bezeichnet den Schutz aller Endgeräte eines Unternehmens: Arbeitsplatzrechner, Notebooks, Server und mobile Geräte.

Der Unterschied zum klassischen Virenschutz liegt im Umfang. Ein Virenscanner prüft Dateien gegen bekannte Schadsoftware. Endpoint Security umfasst zusätzlich die fortlaufende Beobachtung laufender Prozesse, die Kontrolle darüber, welche Programme überhaupt starten dürfen, und die Fähigkeit, ein betroffenes Gerät automatisch vom Netzwerk zu trennen.

Für KMU ist der Ansatz relevant, weil moderne Angriffe nicht mehr über erkennbare Schaddateien laufen, sondern über Schwachstellen und den Missbrauch legitimer Software.

Was bedeutet Zero Trust beim Endgeräteschutz?

Zero Trust bedeutet, dass kein Programm ausgeführt wird, solange es nicht als vertrauenswürdig eingestuft ist. Blockiert wird also nicht das Schädliche, sondern das Unbekannte – bis geklärt ist, worum es sich handelt.

Klassischer Virenschutz arbeitet umgekehrt: Er erlaubt alles, was nicht als schädlich auffällt.

Der Unterschied entscheidet bei allem, was neu ist. Was noch niemand kennt, fällt auch nicht als schädlich auf – und wird deshalb durchgelassen.

Wird unsere Branchensoftware dann blockiert?

Das ist die häufigste Frage zum Zero-Trust-Ansatz, und sie ist berechtigt.

Die Antwort: Nein, wenn die Einrichtung vorbereitet wird. Vor der Einführung klären wir, welche Programme bei Ihnen im Einsatz sind – auch Spezialsoftware, die nur in Ihrer Branche verbreitet ist. Diese Anwendungen werden vorab freigegeben.

Bei Software, die später dazukommt, kann es kurz dauern, bis die Klassifizierung vorliegt. In der Regel geschieht das automatisch innerhalb weniger Minuten. Für Fälle, in denen es schneller gehen muss, lässt sich eine Anwendung auch manuell freigeben.

Reicht der Virenschutz von Windows nicht aus?

Microsoft Defender hat sich stark entwickelt und erreicht in unabhängigen Tests sehr gute Erkennungsraten. Wer ihn als schwach abtut, argumentiert mit dem Stand von vor einigen Jahren.

Der Unterschied liegt nicht in der Erkennung, sondern im Grundprinzip. Defender arbeitet signaturbasiert und verhaltensbasiert: Er erlaubt, was nicht als schädlich auffällt. Das gilt auch für die kostenpflichtigen Varianten Defender for Business und Defender for Endpoint – sie ergänzen zentrale Verwaltung und EDR-Funktionen, behalten aber dieses Prinzip bei.

Der Zero-Trust-Ansatz dreht es um: Blockiert wird alles, was nicht als vertrauenswürdig eingestuft ist. Bei Angriffen, die noch niemand kennt, ist das der entscheidende Unterschied – denn was unbekannt ist, fällt auch nicht als schädlich auf.

Dazu kommen zwei Bereiche, die keine Defender-Variante abdeckt: Updates für Programme jenseits von Microsoft und die zentrale Verwaltung der Festplattenverschlüsselung.

Was unterscheidet EDR von einem klassischen Virenscanner?

EDR steht für Endpoint Detection and Response. Der Unterschied liegt im zweiten Teil: Reagieren, nicht nur Erkennen.

Ein Virenscanner blockiert eine erkannte Datei. Eine EDR-Lösung beobachtet zusätzlich, was auf dem Gerät passiert – welche Prozesse gestartet werden, welche Verbindungen aufgebaut werden, ob sich etwas im Netzwerk ausbreitet.

Wird ein Angriff erkannt, kann das Gerät automatisch isoliert werden, bevor sich der Schaden ausweitet. Anschließend zeigt eine Ursachenanalyse, wie der Angriff begonnen hat und was betroffen war.

Warum reicht Windows Update nicht als Patch Management?

Windows Update aktualisiert das Betriebssystem und Microsoft-Programme. Alles andere bleibt außen vor.

In einem typischen Unternehmen laufen daneben zwanzig bis vierzig weitere Programme: Browser, PDF-Reader, Archivprogramme, Java, Grafiksoftware, Branchenanwendungen. Jedes davon kann Schwachstellen haben.

Ein Patch Management deckt eine sehr große Zahl verbreiteter Anwendungen ab, zeigt fehlende Updates zentral an und spielt sie automatisch ein. Vollständigkeit für jede denkbare Spezialsoftware kann dabei niemand garantieren – die gängigen Programme, die Angreifer bevorzugt ins Visier nehmen, sind aber abgedeckt.

Denn Angreifer nutzen vor allem Lücken, für die es längst einen Patch gibt, weil sie darauf setzen, dass er nicht eingespielt wurde.

Brauchen wir Festplattenverschlüsselung wirklich?

Bei Notebooks ist die Antwort eindeutig ja. Ein verlorenes oder gestohlenes Gerät ohne Verschlüsselung bedeutet, dass alle darauf gespeicherten Daten zugänglich sind. Ein Anmeldekennwort allein reicht dafür nicht – die Verschlüsselung ist eine zusätzliche Schutzschicht, die auch dann greift, wenn das Gerät in fremde Hände gerät.

Ich empfehle sie aber auch für Arbeitsplatzrechner. Sie kostet im Betrieb keinen zusätzlichen Aufwand und deckt Fälle ab, an die man selten denkt: Einbruch, ein ausgetauschtes Gerät, das entsorgt wird, eine Festplatte, die zur Reparatur außer Haus geht.

Dazu kommt die datenschutzrechtliche Seite: Der Verlust eines unverschlüsselten Geräts mit personenbezogenen Daten ist ein meldepflichtiger Vorfall. Bei einem verschlüsselten Gerät stellt sich diese Frage in der Regel nicht.

Was kostet Endpoint Security für unser Unternehmen?

Das hängt von mehreren Faktoren ab: der Zahl der Geräte, der Frage, welche der drei Bausteine für Sie sinnvoll sind, und der gewählten Laufzeit.

Deshalb nenne ich hier bewusst keinen Beispielpreis – er wäre für die meisten Unternehmen falsch, in die eine oder andere Richtung.

Im ersten Gespräch klären wir Ihre Gerätezahl und Ihren tatsächlichen Bedarf. Danach erhalten Sie ein Angebot, das gerechnet ist und nicht geschätzt.

WatchGuard ist ein US-Anbieter – wie passt das zu Ihrer sonstigen Empfehlung?

Das ist eine berechtigte Frage, und ich beantworte sie offen.

Bei Dateiablage, E-Mail, Office und Passwortverwaltung empfehle ich europäische Anbieter, weil es dort gleichwertige Lösungen unter europäischem Recht gibt. Beim Endgeräteschutz kenne ich derzeit keine, die diesen Zero-Trust-Ansatz gleichwertig umsetzt.

Die technologische Grundlage geht auf Panda Security aus Spanien zurück. WatchGuard hat das Unternehmen 2020 übernommen und die Lösung weitergeführt.

Beim Schutz vor Ransomware wiegt für mich die Wirksamkeit schwerer als die Herkunft des Anbieters. Sobald ich eine europäische Lösung sehe, die diesen Schutzansatz in vergleichbarer Form abbildet, sage ich Ihnen das.

Bremst die Software unsere Rechner aus?

Diese Sorge stammt aus einer Zeit, in der Sicherheitssoftware regelmäßig vollständige Festplattenscans durchgeführt hat.

Moderne Lösungen arbeiten anders: Sie beobachten laufende Prozesse, statt periodisch alles zu durchsuchen. Ein großer Teil der Analyse findet zudem nicht auf dem Gerät statt, sondern in der Cloud des Anbieters.

In der Praxis bemerken Mitarbeitende die Lösung im Alltag kaum. Sollte es bei einzelnen Anwendungen doch zu Verzögerungen kommen, lässt sich das über Ausnahmen regeln – das klären wir bei der Einrichtung.

Warum sollte ich das mit Brauner Telecom angehen und nicht direkt mit WatchGuard?

WatchGuard verkauft Lizenzen. Ich ordne Ihre Situation ein und richte die Lösung so ein, dass sie zu Ihrem Betrieb passt.

Dazu gehören die Bestandsaufnahme Ihrer Geräte, die Entscheidung, welche Bausteine sinnvoll sind, die Freigabe Ihrer Branchensoftware und die laufende Betreuung danach.

Sie haben einen persönlichen Ansprechpartner statt eines Ticketsystems – vor, während und nach der Einführung.

Der nächste Schritt:
Ihren Endgeräteschutz einordnen lassen

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, stellen Sie sich wahrscheinlich eine Frage: Wie gut sind unsere Geräte eigentlich geschützt?

Der nächste Schritt ist kein Projekt. Es ist ein Gespräch – 15 Minuten, per Telefon oder Video.

Kein Vor-Ort-Termin. Keine aufwendige Vorbereitung. Keine Verpflichtung.

Am Ende wissen Sie, wo Ihr Schutz belastbar ist und wo nicht – und was ein Wechsel für Ihr Unternehmen bedeuten würde.

Was Sie aus dem Gespräch mitnehmen

  • Eine klare Einordnung, wie Ihre Endgeräte heute geschützt sind
  • Eine Einschätzung, wo konkrete Lücken bestehen – bei der Abwehr, bei Updates oder bei der Verschlüsselung
  • Eine Empfehlung, welche der drei Bausteine für Sie von Anfang an sinnvoll sind
  • Ein Angebot, das auf Ihre Gerätezahl gerechnet ist – nicht geschätzt

Kein Angebot, das Sie unter Druck setzt. Keine Lösung von der Stange. Nur Klarheit, damit Sie fundiert entscheiden können.

Jede Anfrage beantworte ich persönlich – ohne automatische Antworten, ohne Callcenter.