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Backup für Unternehmen: Wann haben Sie die Wiederherstellung zuletzt getestet?

Eine Einordnung, woran Sie erkennen, ob Ihre Datensicherung im Ernstfall trägt – unabhängig davon, welche Lösung Sie heute einsetzen.

In den meisten Unternehmen läuft eine Datensicherung. Sie wurde einmal eingerichtet, meldet keine Fehler und ist deshalb kein Thema.

Das Problem daran: Eine erfolgreiche Sicherung sagt noch nichts darüber, ob die Wiederherstellung funktioniert. Beides sind verschiedene Vorgänge, und nur der zweite zählt, wenn es darauf ankommt.

Diese Seite ordnet ein, woran ein tragfähiges Backup erkennbar ist: welche Fragen sich beantworten lassen sollten, welche Kennzahlen dahinterstehen und wo in der Praxis die Lücken entstehen.

Keine Produktvorstellung. Eine Grundlage, mit der Sie Ihre eigene Situation beurteilen können.

Woran Sie erkennen, ob Ihre Datensicherung im Ernstfall funktioniert

Ob eine Datensicherung im Ernstfall funktioniert, lässt sich nicht am laufenden Betrieb ablesen. Fünf Kriterien geben eine belastbare Antwort – und zu jedem gehört eine Frage, die Sie Ihrem IT-Dienstleister oder sich selbst stellen können.

1

Die Wiederherstellung wurde getestet

Eine Sicherung, die niemand jemals zurückgespielt hat, ist eine Annahme. Erst der Test zeigt, ob die Daten vollständig, konsistent und nutzbar sind – und wie lange es dauert.

PrüffrageWann wurde bei Ihnen zuletzt eine Wiederherstellung durchgeführt – und wer war dabei?


2

Eine Kopie liegt außerhalb des Standorts

Ein Backup auf einem NAS im selben Serverraum schützt vor Festplattendefekten, aber nicht vor Feuer, Wasser oder Diebstahl. Für die häufigsten Totalverluste braucht es räumliche Trennung.

PrüffrageWo liegt Ihre zweite Sicherung – und wie weit ist sie vom Original entfernt?


3

Das Backup ist gegen Verschlüsselung geschützt

Ransomware sucht gezielt nach erreichbaren Sicherungen. Ein Backup, das dauerhaft im Netzwerk eingebunden ist, wird bei einem Angriff mitverschlüsselt – und ist dann wertlos.

PrüffrageKönnte ein Angreifer mit Zugriff auf Ihr Netzwerk auch Ihre Sicherungen erreichen?


4

Jemand schaut regelmäßig hin

Backup-Prozesse fallen still aus. Ein geänderter Pfad, ein abgelaufenes Kennwort, ein voller Speicher – und die Sicherung läuft seit Wochen ins Leere, ohne dass jemand es bemerkt.

PrüffrageWer sieht sich die Statusmeldungen an – und würde ein Ausbleiben auffallen?


5

Der Umfang ist bekannt

Gesichert wird meist das, was bei der Einrichtung vorhanden war. Neue Systeme, neue Laufwerke, neue Cloud-Dienste kommen später dazu – und fallen oft aus der Sicherung heraus.

PrüffrageGibt es eine aktuelle Liste dessen, was gesichert wird – und wann wurde sie zuletzt geprüft?

Der Mindeststandard: die 3-2-1-Regel

Die 3-2-1-Regel

Die 3-2-1-Regel ist der etablierte Mindeststandard für Datensicherung in Unternehmen. Sie besagt:

  • 3 Kopien der Daten – das Original und zwei Sicherungen
  • 2 verschiedene Speichermedien oder Systeme – nicht beide Sicherungen am selben Ort und auf derselben Technik
  • 1 Kopie außerhalb des Standorts – räumlich getrennt, damit Feuer, Wasser oder Diebstahl nicht beides treffen

Viele Unternehmen erfüllen die ersten beiden Punkte. Am dritten scheitert es häufig – und genau der entscheidet, wenn der Serverraum betroffen ist.

Diese Kriterien gelten unabhängig davon, welche Lösung Sie einsetzen. Sie sind keine Produktmerkmale, sondern der Maßstab, an dem sich jede Datensicherung messen lassen muss.

Fünf Begriffe, die für Ihr Backup wichtig sind

In Backup-Angeboten stehen Begriffe, die technisch klingen und selten erklärt werden. Fünf davon entscheiden darüber, wie gut Ihr Unternehmen im Ernstfall dasteht.

Sie müssen kein IT-Fachwissen aufbauen. Aber Sie sollten diese fünf Punkte für Ihr Unternehmen beantworten können – denn die Verantwortung für die Datensicherung liegt bei der Geschäftsführung, unabhängig davon, wer sie technisch umsetzt.

Automatisch, kontinuierlich – und nachvollziehbar

Eine Sicherung, die jemand von Hand anstoßen muss, wird irgendwann vergessen – in Urlaubszeiten, bei Krankheit, in stressigen Wochen. Genau dann entstehen die Lücken, die später niemand mehr rekonstruieren kann.

Ebenso wichtig ist der Nachweis: Ein regelmäßiger Bericht zeigt, welche Sicherungen tatsächlich gelaufen sind und welche nicht. Ohne diese Rückmeldung merkt niemand, wenn eine Sicherung seit Wochen ins Leere läuft.

PrüffrageLäuft Ihre Sicherung ohne menschliches Zutun – und bekommen Sie regelmäßig einen Bericht darüber?


Verschlüsselung – und wer den Schlüssel hat

AES-256 ist der übliche Verschlüsselungsstandard und bedeutet, dass Daten bei Übertragung und Speicherung unlesbar sind. Praktisch jeder seriöse Anbieter erfüllt das.

Der Unterschied liegt beim Schlüssel. Verwahrt ihn der Anbieter, kann er technisch auf Ihre Daten zugreifen – dafür kann er im Notfall auch helfen, wenn der Zugang verloren geht.

Beim Zero-Knowledge-Prinzip ist das ausgeschlossen: Der Anbieter speichert nur verschlüsselte Daten und kann sie selbst nicht einsehen. Dafür gibt es zwei übliche Wege:

  • Sie kennen den SchlüsselEin Passwort, das Sie selbst festlegen und verwahren. Der Anbieter erhält es nie.
  • Die Software erzeugt ihnDer Schlüssel entsteht automatisch und verbleibt auf Ihrem Gerät – in einer Form, die der Anbieter nicht entschlüsseln kann.

In beiden Fällen gilt: Was der Anbieter nicht im Klartext hat, kann er auch nicht herausgeben. Und in beiden Fällen muss geklärt sein, wo der Schlüssel im Notfall zu finden ist – geht er verloren, sind die Sicherungen nicht mehr lesbar.

PrüffrageWissen Sie, wo der Schlüssel zu Ihren Sicherungen liegt – und käme jemand daran, wenn das Gerät ausfällt?


Inkrementelle Sicherung

Bei einer inkrementellen Sicherung wird nach der ersten vollständigen Kopie nur noch übertragen, was sich seither geändert hat.

Das ist der Grund, warum tägliche Sicherungen im laufenden Betrieb überhaupt möglich sind: Die Datenmenge bleibt klein, die Leitung wird nicht blockiert, und der Speicherbedarf wächst langsam statt sprunghaft.

PrüffrageWie lange dauert bei Ihnen eine Sicherung – und stört sie den Arbeitsalltag?


RPO – wie viel Arbeit verloren gehen darf

Das Recovery Point Objective beschreibt, wie viel Zeit zwischen der letzten Sicherung und dem Ausfall liegen darf. Bei täglicher Sicherung um 22 Uhr und einem Ausfall um 16 Uhr sind das im schlimmsten Fall 18 Stunden Arbeit.

Ob das vertretbar ist, hängt vom Betrieb ab. Für ein Ingenieurbüro mitten in einer Projektphase kann ein Tag viel sein – für andere ist es unproblematisch.

PrüffrageWie viel Arbeit eines Tages könnte Ihr Unternehmen verschmerzen?


RTO – wie lange der Betrieb stillsteht

Das Recovery Time Objective beschreibt, wie lange es dauert, bis nach einem Ausfall wieder gearbeitet werden kann. Nicht bis die Daten zurückgespielt sind – bis der Betrieb läuft.

Diese Zahl ist die wichtigste im Backup-Gespräch und zugleich die am seltensten genannte. Sie lässt sich nur beantworten, wenn eine Wiederherstellung tatsächlich getestet wurde.

PrüffrageWenn morgen Ihr Hauptserver ausfällt: Wie viele Stunden oder Tage kann Ihr Team nicht arbeiten?

Wer diese fünf Punkte für sein Unternehmen beantworten kann, hat die Datensicherung verstanden – auch ohne IT-Hintergrund. Und kann beurteilen, ob die eingesetzte Lösung dazu passt.

Backup, Archiv, Synchronisation – drei verschiedene Dinge

Diese drei Begriffe werden im Alltag oft gleichgesetzt. Technisch lösen sie unterschiedliche Aufgaben, und keine ersetzt die andere.

Die Unterscheidung ist keine Wortklauberei: Sie entscheidet darüber, ob im Ernstfall die richtige Kopie vorhanden ist.

Backup

Zweck: zurück zu einem früheren Stand

Ein Backup erstellt Kopien zu festen Zeitpunkten. Geht etwas verloren oder wird beschädigt, lässt sich der Zustand von gestern, letzter Woche oder letztem Monat wiederherstellen.

Ein Backup ist kein Langzeitarchiv – ältere Stände werden nach einer festgelegten Frist überschrieben.

Archiv

Zweck: dauerhaft aufbewahren und nachweisen

Ein Archiv bewahrt Daten unveränderbar über Jahre auf – meist aus rechtlichen Gründen. Jeder Zugriff wird protokolliert, nichts kann nachträglich verändert werden.

Ein Archiv ersetzt kein Backup – es sichert nicht den laufenden Betrieb, sondern die Nachweisbarkeit.

Synchronisation

Zweck: überall denselben Stand haben

Dienste wie OneDrive, Dropbox oder LeitzCloud halten Dateien auf allen Geräten aktuell. Was auf einem Gerät geändert wird, ist sofort überall verfügbar.

Synchronisation ist kein Backup: Wird eine Datei gelöscht oder verschlüsselt, wird auch das synchronisiert – auf allen Geräten.

Der häufigste Irrtum betrifft die dritte Spalte. Ein Cloud-Speicher, in dem alle Unternehmensdateien liegen, fühlt sich an wie eine Sicherung – aber er hält nur den aktuellen Stand. Löscht ein Mitarbeitender einen Ordner oder verschlüsselt Ransomware die Dateien, gilt das für alle synchronisierten Geräte gleichermaßen.

Die meisten Anbieter bieten einen Papierkorb und eine begrenzte Versionierung an – das hilft bei einzelnen Dateien, ersetzt aber kein Backup mit definierten Wiederherstellungspunkten.

Für die dauerhafte, rechtssichere Aufbewahrung von E-Mails gilt dasselbe: Das ist Aufgabe eines Archivs, nicht eines Backups. Wie das funktioniert, ordne ich auf der Seite zur E-Mail-Archivierung für KMU ein.

Was in ein Backup gehört – und wo Lücken entstehen

Gesichert wird meist das, was bei der Einrichtung offensichtlich war. Alles, was später dazukommt oder nie im Blick war, fehlt.

Vier Bereiche sollten abgedeckt sein:

Server und zentrale Systeme

Dateiserver, Warenwirtschaft, Datenbanken, virtuelle Maschinen. Hier liegt in den meisten Unternehmen der Kern des Betriebs.

Typische Lücke: Datenbanken werden im laufenden Betrieb kopiert und sind dadurch im Ernstfall nicht konsistent wiederherstellbar.


Arbeitsplätze und mobile Geräte

Auf Notebooks entstehen täglich Daten, die nie auf einem Server landen: Kalkulationen, Entwürfe, Notizen, lokale Projektordner.

Typische Lücke: Arbeitsplätze werden gar nicht gesichert, weil angenommen wird, dass alles auf dem Server liegt.


Cloud-Dienste

Microsoft 365, Google Workspace und ähnliche Dienste sichern ihre eigene Infrastruktur – aber nicht Ihre Daten gegen versehentliches Löschen.

Typische Lücke: Die Annahme, dass der Cloud-Anbieter das Backup übernimmt. Er sichert in der Regel die Verfügbarkeit des Dienstes, nicht Ihre Inhalte.


Fach- und Branchenanwendungen

Vermessungssoftware, CAD-Systeme, Zeiterfassung, Kassensysteme. Oft mit eigenen Datenformaten und eigenen Speicherorten.

Typische Lücke: Die Anwendung wird gesichert, ihre Konfiguration und Lizenzdaten aber nicht – die Wiederherstellung dauert dann Tage statt Stunden.

Diese vier Bereiche lassen sich in einer Stunde durchgehen. Das Ergebnis ist eine Liste dessen, was tatsächlich gesichert wird – und in fast jedem Fall findet sich dabei mindestens ein Bereich, an den bisher niemand gedacht hat.

Vier Datenbereiche im Unternehmens-Backup: Server, Arbeitsplätze, Cloud-Dienste und Fachanwendungen – ein Bereich fehlt

Wiederherstellung – vier Fälle, vier Anforderungen

Ein Backup wird nicht wegen der Sicherung gemacht, sondern wegen der Wiederherstellung. Und die sieht je nach Anlass völlig unterschiedlich aus.

Wer nur einen dieser vier Fälle abdeckt, hat kein vollständiges Konzept.

Der häufigste Fall

Eine einzelne Datei

Eine Kalkulation wurde überschrieben, ein Ordner versehentlich gelöscht. Kein Notfall, aber ärgerlich – und im Alltag mit Abstand der häufigste Grund, ein Backup zu brauchen.

Es zählt: Zugriff auf frühere Versionen in Minuten, möglichst ohne dass die IT eingreifen muss.

Der technische Fall

Ein ganzes System

Eine Festplatte fällt aus, ein Server startet nicht mehr. Einzelne Dateien helfen hier nicht – gebraucht wird das komplette System mit Betriebssystem, Programmen und Einstellungen.

Es zählt: ein vollständiges Systemabbild, das auch auf anderer Hardware startet.

Der kritische Fall

Nach einem Ransomware-Befall

Hier reicht das jüngste Backup oft nicht: Eine Verschlüsselung beginnt häufig Wochen vor dem Ausbruch. Gebraucht wird ein Stand von vor der Infektion – und die Gewissheit, dass er sauber ist.

Es zählt: Wiederherstellungspunkte, die weit genug zurückreichen, und Sicherungen, die nachträglich nicht verändert werden können.

Der seltene Fall

Der Standort fällt aus

Feuer, Wasserschaden, Einbruch. Der Serverraum ist nicht mehr nutzbar, und alles, was dort stand, ist verloren – auch eine Sicherung, die im selben Raum lag.

Es zählt: die ausgelagerte Kopie und eine festgelegte Reihenfolge, welche Systeme zuerst wieder laufen müssen.

Der wirksamste Schutz gegen Ransomware

Unveränderliche Sicherungen

Unveränderlichkeit bedeutet, dass eine einmal geschriebene Sicherung für einen festgelegten Zeitraum technisch nicht mehr verändert oder gelöscht werden kann – auch nicht mit Administratorrechten.

Das ist der wirksamste Schutz gegen Ransomware, weil moderne Angriffe gezielt nach erreichbaren Sicherungen suchen und diese zuerst verschlüsseln. Was technisch nicht überschreibbar ist, überlebt den Angriff.

Aus demselben Grund sollte eine Sicherung nie dauerhaft als normales Netzlaufwerk eingebunden sein: Was ein Angreifer erreichen kann, kann er auch verschlüsseln.

Die vier Fälle stellen unterschiedliche Anforderungen an dieselbe Lösung. Ein Konzept, das alle abdeckt, kombiniert deshalb meist mehrere Ebenen: eine schnelle lokale Kopie für den Alltag und eine ausgelagerte, unveränderliche Sicherung für den Ernstfall.

Jörg Brauner - Brauner Telecom

Beratung heißt für mich: erst prüfen, dann empfehlen​

Gute Beratung beginnt für mich nicht mit einer Lösung, sondern mit der Frage, ob eine Veränderung überhaupt sinnvoll ist.

Mein Name ist Jörg Brauner. Seit 1998 berate ich kleine und mittlere Unternehmen in Fragen der Unternehmenskommunikation – nach meiner Ausbildung bei der Deutschen Telekom und mit über 25 Jahren Erfahrung in diesem Bereich.

Eines habe ich in dieser Zeit immer wieder erlebt: Die beste Lösung ist nicht die mit den meisten Funktionen. Es ist die, die im Alltag trägt.

Beim Backup ist mir eine Frage besonders oft begegnet, die niemand gern stellt: Wann haben Sie zuletzt geprüft, ob die Wiederherstellung funktioniert? Die ehrliche Antwort lautet meistens: noch nie. Das ist kein Vorwurf – es fällt nicht auf, solange nichts passiert. Genau deshalb steht diese Frage auf dieser Seite an erster Stelle.

Diese Seite verkauft Ihnen nichts. Sie soll Ihnen die Fragen an die Hand geben, mit denen Sie Ihre eigene Situation beurteilen können – unabhängig davon, mit wem Sie am Ende arbeiten.

Seit 1998selbstständig als unabhängiger Berater

Über 25 JahreErfahrung in der Unternehmenskommunikation

Deutsche TelekomAusbildung im Telekommunikationsbereich

Herstellerunabhängigan keinen Anbieter gebunden

Eine ehrliche Einordnung ist mehr wert als ein Wechsel, den Sie nicht brauchen.

Warum die meisten KMU ihr Backup auslagern

Die Kriterien auf dieser Seite lassen sich im Eigenbetrieb umsetzen. In der Praxis scheitert es selten am Wissen, sondern an der Zuständigkeit: Der Rücksicherungstest, die laufende Überwachung, die ausgelagerte Kopie – das sind Aufgaben, die niemand vergisst, weil sie schwierig wären, sondern weil sie im Tagesgeschäft untergehen.

Dazu kommen Fragen, die vorher beantwortet sein wollen: Wohin mit der Kopie außer Haus? Wer stellt sicher, dass Sicherungen nicht nachträglich verschlüsselt werden können? Und wer merkt es, wenn eine Sicherung wochenlang ins Leere läuft?

Wer über eine IT-Abteilung verfügt, die diese Punkte verlässlich übernimmt und die Zeit dafür hat, ist gut aufgestellt. Wo das nicht der Fall ist, ist die Auslagerung meist die tragfähigere Lösung – nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil dann jemand zuständig ist.

Umsetzung

Datenruhe

Datenruhe ist mein Backup-Angebot für kleine und mittlere Unternehmen. Es ist entlang genau der Kriterien aufgebaut, die auf dieser Seite beschrieben sind – als Managed Service, bei dem Einrichtung, Überwachung und Wiederherstellung in einer Hand liegen.

  • Automatische Sicherung nach festem Zeitplan, ohne manuelle Schritte
  • Ausgelagerte Kopie in deutschen Rechenzentren
  • Verschlüsselung bei Übertragung und Speicherung
  • Schutz vor nachträglicher Veränderung der Sicherungen
  • Laufende Überwachung – Ausfälle fallen auf, nicht erst im Ernstfall
  • Wiederherstellung einzelner Dateien und vollständiger Systeme

Lokal und ausgelagert kombinierbarEine lokale Kopie sorgt für schnelle Wiederherstellung im Alltag, die ausgelagerte Kopie für Sicherheit bei Standortverlust oder Ransomware. Damit sind beide Anforderungen abgedeckt, ohne dass Sie sich für eine entscheiden müssen.

Alle Leistungen, Preise und Pakete finden Sie auf datenruhe.de. Ob Datenruhe für Ihr Unternehmen die richtige Wahl ist, klären wir vorher gemeinsam – auch dann, wenn die Antwort am Ende nein lautet.

FAQ – Ihre Fragen zum Backup für KMU, ehrlich beantwortet

Was ist ein Backup – und was unterscheidet es von einer Kopie?

Ein Backup ist eine strukturierte Sicherung von Unternehmensdaten zu definierten Zeitpunkten, aus der sich ein früherer Zustand vollständig wiederherstellen lässt.

Der Unterschied zu einer einfachen Kopie liegt in drei Punkten: Ein Backup läuft automatisch nach Zeitplan, es hält mehrere Stände parallel vor, und es ist so gespeichert, dass ein Schaden am Original es nicht mitbetrifft.

Eine Kopie auf einer externen Festplatte, die im selben Raum liegt und einmal im Quartal manuell aktualisiert wird, erfüllt keinen dieser drei Punkte.

Was ist die 3-2-1-Regel beim Backup?

Die 3-2-1-Regel ist der etablierte Mindeststandard für Datensicherung: drei Kopien der Daten, auf zwei verschiedenen Speichermedien oder Systemen, davon eine an einem anderen Ort.

Der dritte Punkt ist in der Praxis der entscheidende. Zwei Sicherungen im selben Serverraum schützen vor Festplattendefekten, aber nicht vor Feuer, Wasser oder Diebstahl.

Neuere Varianten ergänzen die Regel um eine unveränderliche Kopie – als Schutz gegen Ransomware, die gezielt nach erreichbaren Sicherungen sucht.

Ist OneDrive, Dropbox oder Google Drive ein Backup?

Nein. Diese Dienste synchronisieren Dateien, sie sichern sie nicht.

Der Unterschied ist praktisch relevant: Wird eine Datei gelöscht oder von Ransomware verschlüsselt, gilt das für alle synchronisierten Geräte gleichermaßen. Die Änderung wird verteilt, nicht abgefangen.

Die meisten Anbieter bieten einen Papierkorb und eine begrenzte Versionierung. Das hilft bei einzelnen Dateien, ersetzt aber kein Backup mit definierten Wiederherstellungspunkten über längere Zeiträume.

Sichert Microsoft 365 unsere Daten nicht automatisch?

Microsoft sichert die eigene Infrastruktur – also die Verfügbarkeit des Dienstes. Für den Inhalt Ihrer Postfächer, Teams-Daten und SharePoint-Ablagen sind Sie selbst verantwortlich.

Das steht so auch in den Nutzungsbedingungen und wird als Modell der geteilten Verantwortung bezeichnet.

Praktisch bedeutet das: Wird ein Postfach gelöscht oder ein Ordner überschrieben, gibt es begrenzte Wiederherstellungsfristen – danach sind die Daten weg. Für längere Zeiträume ist eine eigene Sicherung nötig.

Wie oft sollte gesichert werden?

Das hängt davon ab, wie viel Arbeit im schlimmsten Fall verloren gehen darf. Diese Größe wird als Recovery Point Objective bezeichnet.

Wird einmal nachts gesichert und fällt der Server nachmittags aus, sind die Arbeitsergebnisse eines Tages betroffen. Bei stündlicher Sicherung ist es eine Stunde.

Für die meisten KMU ist eine tägliche Sicherung der Ausgangspunkt, oft ergänzt durch häufigere Intervalle für besonders kritische Systeme wie Warenwirtschaft oder Buchhaltung.

Wie lange dauert eine vollständige Wiederherstellung?

Das ist der am häufigsten unterschätzte Punkt. Die Dauer hängt von Datenmenge, Leitungsgeschwindigkeit und Vorbereitung ab – und wird als Recovery Time Objective bezeichnet.

Mehrere Terabyte über eine normale Internetleitung zurückzuspielen kann mehrere Tage dauern. Eine lokale Kopie ist deutlich schneller, schützt aber nicht bei Standortverlust.

Deshalb kombinieren tragfähige Konzepte beides: die lokale Kopie für den Alltag, die ausgelagerte für den Ernstfall.

Warum reicht ein Backup nach einem Ransomware-Angriff oft nicht?

Weil eine Verschlüsselung häufig Wochen vor dem sichtbaren Ausbruch beginnt. Wer nur sieben oder vierzehn Tage Wiederherstellungspunkte vorhält, hat dann möglicherweise nur bereits befallene Stände.

Dazu kommt: Ransomware sucht gezielt nach erreichbaren Sicherungen. Ein Backup, das dauerhaft als Netzlaufwerk eingebunden ist, wird mitverschlüsselt.

Wirksam sind zwei Dinge: Wiederherstellungspunkte, die weit genug zurückreichen, und unveränderliche Sicherungen, die technisch nicht überschrieben werden können – auch nicht mit Administratorrechten.

Ersetzt ein Backup die gesetzliche Archivierungspflicht?

Nein. Backup und Archiv lösen unterschiedliche Aufgaben.

Ein Backup stellt einen früheren Zustand wieder her und überschreibt ältere Stände nach einer festgelegten Frist. Ein Archiv bewahrt Daten unveränderbar über Jahre auf und protokolliert jeden Zugriff.

Für steuerlich relevante E-Mails gelten Aufbewahrungsfristen von bis zu zehn Jahren. Das leistet ein Backup nicht. Wie eine revisionssichere Lösung aussieht, ordne ich auf der Seite zur E-Mail-Archivierung für KMU ein.

Wie oft sollte die Wiederherstellung getestet werden?

Mindestens einmal jährlich, und zusätzlich nach jeder größeren Änderung an der IT – nach einem Serverwechsel, einer Migration oder der Einführung neuer Systeme.

Ein Test muss nicht aufwendig sein. Es genügt, eine repräsentative Auswahl zurückzuspielen und zu prüfen, ob die Daten vollständig und nutzbar sind – und wie lange es gedauert hat.

Wichtig ist, das Ergebnis festzuhalten. Ein dokumentierter Test ist zugleich der Nachweis, dass die Sicherung funktioniert.

Sollten wir das Backup selbst betreiben oder auslagern?

Das hängt weniger vom technischen Wissen ab als von der Zuständigkeit.

Die Kriterien auf dieser Seite lassen sich im Eigenbetrieb umsetzen – vorausgesetzt, jemand ist verbindlich dafür verantwortlich, prüft die Statusmeldungen und führt den Rücksicherungstest durch. In Unternehmen mit eigener IT-Abteilung ist das oft gegeben.

Wo diese Zuständigkeit fehlt, entstehen die typischen Lücken: Der Test wird verschoben, die ausgelagerte Kopie nie eingerichtet, ein Ausfall fällt wochenlang nicht auf. Dann ist die Auslagerung meist die tragfähigere Lösung – nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil dann jemand zuständig ist.

Der erste Schritt: einmal ehrlich hinschauen

Wenn Sie bis hierher gelesen haben, haben Sie wahrscheinlich schon eine Vermutung, wo Ihre Datensicherung steht – und welche der fünf Kriterien bei Ihnen offen sind.

Der nächste Schritt ist kein Projekt. Es ist ein Gespräch – 15 Minuten, per Telefon oder Video.

Kein Vor-Ort-Termin. Keine aufwendige Vorbereitung. Keine Verpflichtung.

Am Ende wissen Sie, wo Ihr Backup belastbar ist und wo nicht – unabhängig davon, ob Sie danach mit mir arbeiten oder mit Ihrem bestehenden Dienstleister.

Was Sie aus dem Gespräch mitnehmen

  • Eine klare Einordnung, ob Ihre heutige Sicherung die fünf Kriterien erfüllt
  • Eine Einschätzung, welche Systeme und Daten bisher nicht abgedeckt sind
  • Konkrete Werte für Ihre Situation: Wie viel Arbeit könnte verloren gehen, wie lange stünde der Betrieb
  • Eine Empfehlung, ob Eigenbetrieb oder Auslagerung für Sie sinnvoller ist

Kein Angebot, das Sie unter Druck setzt. Keine Lösung von der Stange. Nur Klarheit, damit Sie fundiert entscheiden können.

Jede Anfrage beantworte ich persönlich – ohne automatische Antworten, ohne Callcenter.